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liebt den jungen Förster, der draußen im Walde wohnt,und ich kenne ihr Gemüth, daß sie ihn um keinen Prin-zen vertauschen würde. Was hat auch eine arme bürger-liche Dirne von einem vornehmen Gemahl zu erwaitcn?— Verachtung und Verstoßung, sobald die Röslcin aufden Wangen verblüht sind; und sie verblühen so schnell,als die im Garten. Das ist denn kurze Freud und lan-ges Leid. Also verzeihen Hochdieselben, daß ich mich imNamen meiner Tochter, die zu furchtsam ist, frei von derLeber weg zu sprechen, für die ihr zugcdachte Gnade höf-lich bedanke."
„Thörichte Frau!" schalt der Krämer, mit dem Fußestampfend: „Du redest so einfältig, daß ich mich vor Sei-ner Hochgräflichen Gnaden deiner schäme." — Er wandtesich dann zu Lcnoreu: „Ich hoffe, du bist klüger als deinAdvokat. Sprich also selbst, ob du die Hand des jungenReichsgrafen, der einst Land und Leute regiert, ausschla-gen willst?"
„Ja Vater!" sagte sie sanft, doch fest. „Ich gelobteRudolphen ewige Liebe und Treue."
„Liebe hin, Treue her!" rief er wild. „Bei Lieb' undTreue kan» man verhungern."
Der regierende Herr nickte Beifall.
„Ich befehle dir," tobte Jener fort, „als Vater undHausherr befehl' ich dir, dem Jäger den Korb und demHerrn Grafen das Jawort zu geben."
„Nein, eher ende mein Leben auf der Stelle!" seufzteLcnore mit einem Blick gen Himmel.
„Nun, so ruf' ich denn alle Häupter der Stadt, diemit Erstaune» um mich her stehen, zu Zeugen an, daßich eine crzungehorsame Tochter habe!" schrie Herr Peterund schlug die Hände über dem Kopfe zusammen. „Aber
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