von zwei Bedienten unterstützt, gar mühsam aus dem Wa-ge» in's Haus.
Die dcmüthigcu Kleiirstädtcr bückten sich unmäßig tiefund lange vor dem anwackelndcu regierenden Herrn, denjetzt, wie manchen andern Regenten, seine Diener regier-ten. Als sich die gebeugten Kriechlinge nach und nachwie vernünftige Menschen wieder aufgerichtet hatten, sa-hen sie starr auf die gewappnete» Füße. Der Gras, daSbemerkend, sagte lächelnd: „Wundern sich die Herren, daßich auf einem so großen Fuße lebe? — Es ist die neuestefranzösische Mode oder vielmehr die Auferstehung eineralten, die schon seit Jahrhunderten begraben und verges-sen war. Als ich mich vor zwei Monaten am französische»Hofe befand, hatte sie der König eben wieder vom Toderweckt: er erschien mit Schnabelschuhen, die volle zwei El-len lang waren. Ich scherzte mit Seiner Majestät darü-ber. Ist eS nicht genug, sagt' ich, daß Könige langeHände haben? Wollen sie auch mit den Füßen herrschenund erobern? — Nein, lieber Graf! antwortete SeineMajestät und klopfte mich auf die Achsel: Wir brauchennur dazu einen großen Fuß, damit die Länder, die wirdarunter bringen, fein Platz haben. — Aber, wie manden Königen immer nachäfft, so thatcn's auch die PariserHofschranzcn, obwohl dergleichen Männlein keine Länderunter den Fuß bringen können, sondern sich mit Erobe-rung eines günstigen Monarchen - oder FraucnblickS be-gnügen muffen. Sie storchten nach wenigen Tagen ins-gesammt mit Niescnschuhen herum, und die meisten tru-gen vorn an der Spitze klingende Schellen, die sich besteran ihre Kappen geschickt hätten. — Der König neckte michso lange, bis ich mir endlich selbst den Narrentand an-schafftc. Ich ließ, statt der gar zu geckenhaften Schelle»,