fange» solle, ih» wegen solcher Kleinigkeiten in seinerNahe zn stören.
Noch patziger war er gegen den Förster, der Abendsznm Besuch kam. „Hört," sprach er, „Ihr habt ein Augeans meine Tochter; aber höhere Blicke wenden sich nachihr, und sic ist nicht geboren, in Eurer Waldhüite zn ver-sauern. Betretet daher als Liebhaber und Freier meineSchwelle nicht mehr! Ucbrigcns bin ich Euer Freund undbleib' Euch gewogen." Rudolph erstarrte; indem aberder alte Ucbermüthler den Rücken wankte, druckte Lcuoredem bestürzten Jüngling die Hand und sagte ihm in'sOhr: „Dein bis in de» Tod!" — Da ging er getröstetvon dannen.
Die cingcladcnen Große» der Stadt waren bereits inihren Feicrkleidern zum Schmause versammelt, als einsechsspänniger Wagen vorfnhr. Die Grasen von Hahnen-scld saßen darin. Herr Peter, der schon lange auf derLauer gestanden hatte, riß den Wagcnschlag auf und wollteden regierenden Herrn hcranslangen. „Das geht mit Sei-ner Hochgräflichcn Gnaden nicht so schnell!" sagte einBedienter, indem er ein zierliches Fußbänkchen unter denTritt setzte. Jetzt bewegte der Graf seine wunderlich be-kleideten Füße heraus. Ed trug rothe Halbstiefeln, vornmit einer ellenlangen silbernen, aufwärts gekrümmten Spitze,auf welcher ein goldener Hahn, in der Stellung eineskrähenden, mit ausgebreiteten Flügeln und offenem Schna-bel, stand. Diese Fußrüstung, die allenfalls bei einem Faust-kampfe wie ein Kosackenspieß brauchbar gewesen wäre,schien zum Gehen nicht bequem. Der Graf humpelte,