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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
268
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meinetwegen hattest, sehr nnbcdentend, und ich verlangesie dennoch nicht nmsonst. Womit kan» ich dienen? Be-liebt dir ein Scheffelsack voll Dukaten? Soll ich deinGewehr zurüstcn, daß cs nie eine» Fehlschuß thnt?Oder willst du 'wissen, wie man Holzdiebe fest macht, daßsie, indem sic eine» Baum nmhauen wollen, mit der Artin der Lust, erstarren und versteinern, bis du kommst undsie wieder lebendig prügelst? Das Alles sind brauch-bare Dinge für dich. Sprich nur, was begehrst Du?"

Nichts, gar nichts! Ich bin mit dem, was ich habe,zufrieden."

Du bist der erste Mensch, den ich so sprechen höre.Der Glücklichste will immer noch glücklicher werden. Kö-nige beginnen Krieg, um mehr Land zu erobern; derReiche wuchert, damit sein Goldbcrg täglich wachse; undwer zehn Orden hat, möchte gern den gestirnten Himmelseines Kleides mit zwanzig Sternen erleuchtet sehn.Nur du, der doch gar nicht im Schooße des Glücks zusitzen scheint, nur du bist zufrieden! Hast du vielleichtheimliche Schätze? Oder macht dich die Liebe so genüg-sam? Ha! du wirst roth! ich hab's getroffen!"

Indem Meister Valant so sprach, schimmerte von ferneine weiße Gestalt durch die Baume. Es war Lenorc,die sich, von Angst gedrängt, aus dem Hause geschlichenhatte, um zu sehen, ob dem geliebten Wolfsjägcr ein Un-glück begegnet sep. Er ging ihr rasch entgegen, damit sienicht, näher kommend, den Nothmantel und sein häßlichesFußwcrk erblicken sollte. Dieß entging zwar glücklich ih-ren Augen; doch ihn selbst hatte sic bemerkt und fragte,wer er sep. Rudolph gab ihn für einen reiche» Holzhänd-ler aus, der mit ihm habe Geschäfte machen wollen.Undwie lief die Wolfsjagd ab?" fragte sie weiter.Sehr