schlecht!" antwortete Rudolph. „Jftgrimm mag erfahrenhaben, daß sein Pelz deinem Vater ins Auge sticht; drumhat er sich ans dem Staube gemacht."
Mit diesen Nothlügen gab er dem Mädchen das Geleitnach der Stadt. Der Rothmantcl schlich ihnen von wei-tem nach und zog sich erst am Thore wieder zurück, alser ihren Eingang ins väterliche Haus beobachtet hatte.
Acht Tage darauf kam ein fremder junger Herr, der,schlank eingcknöpst in einen Reitrock von grünem Sammt.auf einem prächtigen Pferde saß, sich aber ängstlich anden Sattelknopf hielt, zum Thore herein, stieg vor HerrnPeters Hause ab, übergab seinen Schimmel einem starkvergoldeten Reitknechte, und sprang mit gleichen Füßen inden Würzladcn. Herr Peter, der eben eine hoch gestellteSchachtel herab holte, erschrack über den Glanz der blitz-schnellen Erscheinung, glitt auf der Leiter aus, verschüttetedas Gewürz, zerriß sich den Schlafrock, und kam noch zumGlück auf den Ladentisch zu sitzen, wo er freilich ein da-liegendes Hundert thönernc Tabakspfeifen zermalmte. Ermachte sich aber schnell wieder auf die Füße, warf dieNachtmütze vom Kopfe und fragte mit Ehrfurcht, was zuBefehl stehe. Der sammtenc Herr, dessen lange, knöcherneFinger mit Ringen von allen Farben bedeckt waren, setzteeine ungeheuer große, goldene Schnupfdose auf den Tischund bat in einem etwas gemeinen Sprachtone, sie mitdem besten vorhandenen Tabak zu füllen. „Ehe wir aberEins ins andere reden," fuhr er fort, „berechnet mir, gu-ter Freund, den Schaden, den ich vorhin airrichtcte, da