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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
259
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Albert? Heraus mit dem Knaben! Oder soll ich ihnin seinem Schlupfwinkel aufsnchen?"

Er bewegte sich vorwärts.Keinen Schritt weiter!"sagte Langmantel, und vertrat ihm den Weg.

Laß mich, du Bratendicb!" schrie der Ritter, und hiebnach ihm mit dem Schwerte.

Blitzschnell unterlief cs der Zwerg, umfaßte den Niesenmit beiden Armen, trug ihn mit behenden Schritten ansoffene Fenster und stürzte ihn in den Weiher hinab. Zngleicher Zeit erhob sich im Saal ein heulender Sturm,riß die Schläfer empor, wirbelte sie ein Weilchen wiedürre Banmblätter durch einander, und fegte sie dannWie Spreu zur Thür hinaus.

Raimund und Sabine waren schon entronnen, um dentheuern Mann aus dem Wasser zu retten. Es ging glück-lich von Statten. Aber bärcnwild fuhr er auf die Schaff-nerin los und haderte grimmig mit ihr, weil sie ihn zudem nassen Abenteuer verleitet hatte. Er warf sich, ohnetrockene Kleider anzunehmcn, ans sein Pferd und ritt nachHause.

10 .

In der folgenden Nacht lag Raimund schlaflos im Bette.Sein Gemach war spärlich mit einer Ampel erleuchtet.Er versah sich jeden Augenblick einer schauerlichen Er-scheinung , und mit dem Schlage der zwölften Stundethat sich die Thür auf. Langmantel schritt herein, undhinter ihm eine lange schwarze Gestalt, die mit gesenktemHaupte an der Schwelle stehen blieb, als hätte sic keingutes Gewissen. Aber der Hausgeist trat ans Lager desRitters, zog ihm das Deckbett, unter welches er sich ver-