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Es geschah, wie er begehrte. Alle Knappen und Knechtedie sich in der Burg befanden, wurden eiligst mit Streit-äxten, Morgensternen und Hellebarden gerüstet, und folg-ten herzhaft ihrem Führer, dessen kräftige Gestalt ihnenMnth cinflößte. Welch' ein riesenhafter Mann er war,läßt sich daraus abnchmen, daß ihn einsmals eine Stra-ßcnbcttlcrin um einen seiner Schuhe bat, den sie zur Wiegeihres neugcborncn Kindes «»wenden wollte.
Der gewaltige Held und sein kleines Heer rückten inden Saal ein. Raimund und Sabine folgten als Troß.Voiliads Donnerstimme ermahnte zur Tapferkeit. Aberkaum war die feindliche Gränze überschritten, so riebensich die gewappneten Knechte die Augen, gähnten einanderan, taumelten rechts und links an die Wände, fielen zuBoden und schliefen ein. Vollrad, der allein die Augenoffen behielt, sah mit Erstaunen umher. Er brüllte wieein Löwe auf die Schläfer los; aber sie regten sich nicht.Sie blieben sogar fühllos, als er sic der Reihe nach mitFußtritten und Schwcrtschlägen begrüßte, um sie munterzu machen.
„Heh! was gibt's dort?" rief Langmantcl, indem ervom Throne stieg und mit großen Schritten herbei kam.
Dem Rufen graute ein wenig; doch stand er fest ansseinem Platze, blickte stolz auf das Zwerglein nieder, undsprach gebieterisch: „Erwecke diese vom Zauberschlaf undliefere mir den jnngen Albert von Wciherburg aus, sowill ich dich in Ruhe lassen."
„Großmaul!" sagte Langmantel: „Glaubst du eine sohochmüthige Sprache gegen mich führen zu dürfen, weilich dir nur bis aus Knie reiche? Trotze ja nicht auf deineGoliathsgestalt, das rath' ich dir!"
„Was Rath, was Rath!" rief Vollrad wild. „Wo ist