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entließ den Burgvogt und hielt Kriegsrath mit Sabinen.ES schien vor alle» Dingen nöthig, Langmantels Gast,den er, als letzten Stammhalter des Geschlechts von Wei-herbnrg, offenbar in Schutz nahm, je eher, je lieber ausdem Schlosse zu entfernen. Sabine nahm es auf sich,ihm den Stuhl vor die Thüre zu setzen.
Indessen hatte Langmantel allerhand aus dem Speisc-gewölbe entwendete Leckereien seinem Gaste zum Imbißvor's Bett gebracht und ihn dabei nochmals alles Ernstesbedeutet, sich nicht aus dem Schlosse vertreiben zu lassen,wenn er nicht seine geliebte Bertha ans ewig verlierenwolle. „Antworte nicht, wenn man dich ruft!" setzte erhinzu. „Man wird sich ans Furcht vor mir nicht unter-fangen, den Saal zu betreten; und geschicht's dennoch,so komm' ich aus meinem Versteck hervor, und der Nase-weis hat's mit mir zu thnn."
Bald darauf klopfte Sabine an die Thur und rief ziem-lich sanft: „Jnnkherr! — Junkhcrr Albert! — RitterRaimund läßt Euch Gluck auf die Reise wünschen." —Albert regte sich nicht. Sie lauerte eine Weile, ob eraufbrechcn würde, und als er nicht znm Vorschein kam,rief sie heftig und mürrisch: „Der Ritter mahnt Euch ansein Gebot, diese» Morgen abznrcisen. Säumet nichtlänger! Der Morgen ist vorbei, der Mittag vor der Thür,worauf wartet Ihr noch?" — Und als abermals keineAntwort erfolgte, donnerte sic gewaltig an, lugte durch'sSchlüsselloch und schickte durch diesen engen Paß mancher-lei spitzige Worte in den Saal. Zum Beispiel: „PotzFaulenzen und kein Ende: So geht's, wenn einer nichtgewohnt ist, in einem guten Bette zu schlafen; da kanner sich, wenn ihm dieß Glück einmal widerfährt, aus denweichen Federn nicht wieder hcrausfindcn."