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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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begangen habe, sah ich mit Entsetzen einen übel berüch-tigten Mann ans dem Dorfe an einem nur erst verletztenBaume aufgehangen. Die Werkzeuge seiner Bosheit, Artund Sage, lagen zu seinen Füßen und auf seinem Nuckenstand mit Kreide geschrieben: 1,-in^muuteI keeit manupropria. Welche Worte der Gerichtsschreiber und derDorfpriester also verdeutschten: Das that Langman-tcl mit eigener Hand. Seitdem vergriff sich nie-mand wieder an den Bäumen."

Der Greis erzählte noch einige solche Beispiele, wobeics jedoch den Hals nicht gekostet hatte- DaS merkwür-digste war folgendes: Es werden einmal zwanzig bis drei-ßig wilde Kriegskncchtc in die Burg eingelegt. Sie sindmit der ihnen gereichten guten Kost nicht zufrieden, dro-hen Mord und Brand, üben vorläufig ihre Wuth anThllrcn und Fenstern aus und hauen sie mit ihren Schlacht-schwertcrn in Stücke. Niemand kann die Wüthriche zäh-men; aber indem fic am tollsten wirthschaftcn, entwindeteine unsichtbare Hand einem nach dem andern sein Schwertund wirft cs hinab in den Weiher, der sich am Fuße derBurg befindet und ihr den Namen gegeben hat. Dieeutwaffnctcn Holzhacker fluchen gräßlich und wollen dieBurg in Brand stecken; jetzt aber fährt der Burgwartmit eiuem schallenden Prügclrcgcn unter die ruchlosen Ge-sellen und koranzt sie so weidlich, daß sie mit Geschreiwie gezüchtigte Schulknaben ans dem Schlosse laufen undsich nicht wieder hinein wagen.

7.

Raimund wollte nun von diesen Geschichten, die ihmähnliche Auftritte vorhersagten, nichts weiter hören. Er