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getragene Nachtmahl. Das natürliche Ansehen der Spei-sen widerlegte seinen Verdacht, daß sie in einer Geister-küche bereitet sepn möchten. Er aß daher ohne Bedenkendavon, begab sich hierauf zur Ruhe und schlief ungestörtbis an den Hellen Morgen.
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Raimund, der dagegen kein Auge zugcthan hatte, ließin aller Frühe den greisen Burgvogt zu sich rufen. „Sagemir, Alter," sprach er, „was für ein Bewandtniß hat esmit dem Gespenst?, das in der Burg umgeht? Ich habebisher die alten Sagen davon wenig geachtet, und hieltcs nie der Mühe werth, mit dir darüber zu sprechen; dajedoch in voriger Nacht das Nngcthüm mich selbst auta-stete, so verlang ich zu wissen, was dir von ihm be-kannt ist."
„Gestrenger Herr," antwortete der Greis, „ich kannEuch, ungeachtet ich neunzig Jahre alt bin, nur wenigaus eigener Erfahrung berichten. Was ich aber von Va-ter und Großvater gehört habe, das will ich Euch treu-lich erzählen. Seit Menschcngcdenkcn waltet hier ei» Haus-geist, dem man wegen seiner gewöhnlichen Tracht denNamen Lang mantel gegeben hat. Er ist vor altenZeiten, als noch Schloß und Ländereien den Herren vonWciherburg gehörten, täglich sichtbar gewesen, und hatsich in Stall und Küche als ein frommes, trcufleißigesund geschicktes Kuechtlein bewiesen. Aber ganz verwan-delt war er, nach meines Großvaters Erzählung von demTage an, da vor hundert Jahren die Wciherburg durchErbschaft Eurem Geschlechtc zuficl. Er scheint — nehmtdas mir altem Manne nicht für ungut! — mit diesem