keine Lust, sich zu trennen. Da jedoch Albert die einla-dende Stimme kannte, so war an Ungehorsam nicht zudenken, ob er gleich seinem seltsamen Wirthe das uner-wartete und gar nicht anlockende Abendessen gern ge-schenkt hätte. Die Hoffnung baldigen Wiedersehens er-leichterte ihm einiger Maßen den Abschied von Bertha,und getrost überließ er sich der Führung seines Lichtes,das ihn auch ohne Anstoß in den Saal wieder zurückbrachte.
In dessen Mitte sand er einen zierlich gedeckten undmit Wachskerzen beleuchteten Tisch, auf welchem die er-preßte Weinsuppe, nebst kühlem Wein und verschiedenenkalten Speisen aufgetragen stand. Freund Langmantelwar nicht da, rief aber, als sich Albert schüchtern nachihm umsah, aus der Mauer hervor: „Gesegnete Mahlzeit,lieber Junkherr! Ich zog mich in mein innerstes Kämmer-lein zurück, um dich nicht durch meine wunderliche Ge-stalt bei Tische zu stören. Iß und trink wohlgcmuth undlege dich dann ohne Sorgen zu Bette; es soll dir keinLeid widerfahren. Morgen wird's Tänze geben, das weißich voraus; verlaß dich aber auf mich, und wank' undweiche nicht aus diesem Saale, wenn man dich auch gröb-lich mahnt, deines Weges zu gehen. Wird der Lärm zuarg, und dringt man vielleicht sogar in mein Gebiet herein,so werd' ich dich schützen zu jeder Stunde; denn ich binkein scheuer Nachtvogel, sondern lasse mich, wenn Nothan Manu geht, auch bei Tage sehn. — Hast du michverstanden?"
„Vollkommen, freundlicher Geist, und ich werde thun,wie du gebotst;" sagte Albert. Da rief's aus der Wand,wie aus weiter Ferne: „Gute Nacht!"
Mit mißtrauischen Augen besah jetzt Albert das auf-