vor ihm her. Sic kamen endlich an einen großen offenenVorsaal. Hier blieb sie stehe», gab ihm ein Licht in dieHand, zeigte ihm gegenüber eine hohe, schwarze Thür undsprach: „Da gehet hinein! Ihr werdet Raum genug fin-den, und vielleicht auch Gesellschaft." Das gesagt, verließfie ihn und eilte zurück.
Albert, dem bei Anmeldung der Gesellschaft, die er indieser wüsten Schloßgcgend antrcffen sollte, fast bang' undunheimlich ward, ging langsam über den Vorsaal undhorchte vorsichtig an der schwarzen Thür, ob sich inner-halb etwas bewege. Er hörte keinen Laut, alle Furchtwich von ihm, und er öffnete rasch die unverschlossene Thür.Da stand er auf der Schwelle eines Ungeheuern Saales,den er nicht übersehen konnte, weil seine Kerze kaum dendritten Thcil desselben erleuchtete. Fünf oder sechs lebens-große männliche Bildnisse in Rittertracht, die in der Mittedes Saales an der Wand hingen, sahen ihn, als er mithochgehaltencm Lichte bei ihnen vorbeiging, finster an, unddas erste in der Reihe von oben herab schien sogar wieerschrocken zusammen zu fahren und mit dem Kopse zuschütteln. Er glaubte, seine Augen hätten ihn getäuschtund ging muthig vorwärts.
Aber ei» Schauer übcrlicf ihn beim Anblick einer kleinenschwarzen Gestalt, die am Ende des Saales auf einemhohen Gestelle saß und ihn mit feurigen Angen anblitzte.Er wich, ungeachtet er sich zugleich seine Furchtsamkeit ver-wies, einen Schritt zurück. „Bleib hier!" rief das kleineWesen mit freundlicher Stimme: „Du bist mir willkom-men." Damit erhob es sich von seinem Sessel, und einaltes, zwcrghaftcs Männlein, dessen schneeweißer Bart überdie Brust hinab reichte, kam auf ihn zu. Es trug einen