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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
226
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Der Herr im Hause

Falk, ein junger Mann, besaß ein so ansehnliches Ver-mögen, daß er ganz unabhängig von den Launen andererMenschen leben konnte. Doch er war zu wenig Philo-soph, dieses höchste Glück eines Sterblichen zu schätzen.Sein väterliches Erbgut, das in einer paradiesischen Ge-gend lag, ward ihm zu klein.

Er sehnte sich »nch einem Ritterlehn,

Mit eignen Dörfern ringS umgeben;

Ben armen Pflügern sich als Herr begrüßt zu sehn,

Schien ihm ei» neidenSwcrtheS Leben.

Unzufriedenheit setzte sich mit ihm zu Tische, bekrittelteseine gesunde, richtig bezahlte Hausmannskost, und schallden reinen, vaterländischen Rebensaft, der ihm sonst solieblich mundete, säuern Krätzer.

Schnell wünscht' er sich ein FaßVom besten Cypernwein,

Seespinnc», AnanaLUnd andre Leckerei'».

Sein braver Polacke, der ihn in der dunkelsten Nachtohne Straucheln trug, hieß nun ein schlechter Klepper,und er träumte von nichts, als der Götterlust,