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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Mit englische» Pferden und WagenDurch staunende Gassen zu jagen.

Aber seine Kasse war zu arm, alle diese theuern Wünschezu befriedigen. Da rieth ihm ein böser Geist, sich nacheiner reichen Gemahlin umzuschen. Er beherzigte diesenRath und gab einem berühmten Eheprokurator Auftrag.Der betriebsame Agent war auch bald so glücklich, eineheirathslustige Tonne Goldes auszuwittern.

Doch eine häßliche MegäreBewachte dieses schöne Geld,

Sie trug de» Kranz der jnngfräutichen EhreSchon vierzig Jahr in dieser argen Welt,

Wo er so manchem guten Mädchen,

Eh' noch der siebzehnte Lenz sich an sein LebensfädchenGereiht hat, aus den Locken fällt.

Der entzückte Falk verliebte sich in diese goldne Lukre-zia, bevor er sie geschn hatte, und eilte wie geflügelt,ihr seine Aufwartung zu machen.

Schier aber starb, als das GerippeVon einer Hand sich seinem KußEntgegen hob, ihm auf der LippeDer zierlich ausstudirte Gruß.

Sein Herz sprach:Des Gespenstes MinneWar' aller meiner Sünden Sold."

Der Geiz fiel ein: Die hagre SpinneVerstrickt dich in ein Netz von Gold.

Sie könnte freilich keinem MalerZu einem Venusbilde stehn;

Doch ihre hunderttausend ThalerSind allerliebst, sind englisch schön."

Und siehe da, Falk entschloß sich zur ewigen Verbin-dung mit der englischen Schönheit und der häßlichen Zugabe.