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Ein Türke, der drei Körbchen trug.
Sie bückten dreimal lief sich nieder,
Und der Gesandte sprach; doch Niemand ward draus klug.
Mit seinem Wischiwaschi peitschte
Die Obren nur ganz kurz der rürk'sche Cicero,
Und alö er fertig war, verdeutschte
Auf einen Wink von ihm der Dragoman es so:
„Der Großsultan entbietet gnäd'ge GrüßeDen schonen Fräulein Julien,
Josephen und Emilien,
Und würde, hätten nicht zum Unglück seine FüßeBesuch vom Zipperlein, jetzt selbst vor Ihnen stehn.
Der Brief, worin Sie ihn zum Sponscn auSersehn,
Kam richtig bei ihm an; er drückte tausend KüsteDarauf und dankt für das Vertrauen schön;
Allein es macht ihm vieles Grämen,
Daß er nicht kann zu Dero Diensten seyn.
Er bittet sehr, ihm zu verzeihn,
Und diese Körbchen anzunehmen." —
Schnell setzte sich in Marsch der dritte Muselmann,
Den Fräulein, die vor Scham und Aerger glühten,
Des Sultans Körbchen darzubieten,
Sie nahmen sie mit Kaltsinn an.
Doch ihre Stirnen wurden heiter,
Als Siinge, Perlen und so weiterSie auf dem Boden schimmern sahn.
Und drauf begann der DragomanIn seiner Neve fortzufahren:
„Zur Körbchcnsendung har der weise GroßsultanHauptsächlich diesen Grund: Er steht in hohen Jahren,^Und kann mit Damen nicht mehr schalten und gebaren;Zwar nährt er in» Serail ein hübsches Heerdchen Frau'n,Gar wunderlieblich anzuschau'n:
Doch thur er's jetzt nur noch aus Mod' und Etikette.Ihm wär' eS eben das, wenn er nicht Eine härte.
Drum fürchtete gar stark der alte Biedermann,
* Damals lebte noch der Kaiser Abdul Hamid.
Langbein's sämmrl. Schr. XVI. Bd.
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