waren ihren Herzen fremd. Sic kannten des ErjesuitenMatthias von Schönberg christkatholische Handpistolcn *,doch Amors Waffen nicht. Vorzüglich aber erhielten diejungen Herren, die den Fräulein übrigens nicht mißfielen,keine» freundlichen Blick, weil sie als Räuber betrachtetwurden, die sie gewaltsam von einander reißen wollten.
Die Väter und Mütter der drei Verbündeten konntendie Abneigung ihrer Töchter gegen so vortheilhafte An-träge nicht begreifen. Sie erschöpften ihre Beredtsamkeit,sie auf andere Gedanken zu bringen, und sangen ihnentäglich das alte Lied, daß Hcirathcn ihre Bestimmung sey.
Nun hatten die armen Mädchen sich immer viel Nothzu klagen.
Ich wollte gern heirathen, sagte einst Fräulein Julie,wenn es nur anginge, daß sich Ein Mann mit uns Dreienzugleich vermählte.
Ja wahrlich, versetzte Josephe, dann würde ich michauch keinen Augenblick bedenken. Doch leider ist das nurin der Türkei möglich.
In der Türkei? — sprach Emilie: Weißt du dasgewiß? —
Wohl weiß ich's gewiß; antwortete Josephe: Ich hörteoder las einmal, daß der türkische Kaiser etliche hundertWeiber beisammen in einem Palast habe, den man dasSerail nenne.
Ei, fiel Julchen ein, so wär's ihm ja ein Leichtes, unsnoch obendrein zu heirathen.
-- Eine bigotte Schrift belobten Herrn Paters, der mehreredergleichen geschrieben hat; z. B. die geistlichen Leib undSeele zusammenhaltendcn Hosenträger, das ist: andäch-tige Gebeter zur Wohlfahrt des Leibes lind der Seele re.Ferner: die TeufelSpeitschcn tc. S. Nicolai's Reise durchDeutschland und die Schweiz, B. 6, S. 542.