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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Ich bin's und meiner schweren SündenStrafurtheil ist, die Ruh der Tobten nie zu finden.Kaum war mein Leichnam hier erblaßt,

So ward ich in der Höste Schlünden

Beim Keistermahl, von dem Du ose gehöret hast,

Der siebente, verzweiflungSvvste Gast,

lind mußte Nachts die Haut von einem Esel tragen.

Um, wie ich vormals that, die Bauern baß zu plagen.

Im Leben ward cS mir so schwer,

Den Arme» nur den Wasserkrug zu gönnen.

Daß osr der Wunsch sich hob, ich möchte weit umherDie Quellen all' vertrocknen können.

Drum mußt' ich noch alS Geist in NeideSflammcn brennen,Als ich das Biersest tras. Ich soff die Krüge leer,

Und Welt und Nachwelt wird nunmehrBiercsel mich dcßwegen nennen.

Jetzt bin ich, nach des Schicksals Schluß,

In Martins Sklaverei gerathen,

Dem ich so lange dienen muß.

Bis Du, als SöhnnngSwerk für meine Missethaten,Zum Altar seine Tochter führst.

Doch wenn Du, eh'Dein Mund ihr dort hat Treu'geschworen,Als Unschuldsmörder sie berührst.

Bi» ich in Ewigkeit verloren.

Freund Hütchen, der so oft des Undanks NattcrbißBon mir empfand und doch mein Freund noch blieb,Da vorhin mir die höchste der Gefahren,

Durch Deinen Minncburst bcstügclt, nahe stand.

Schnell meine Stricke, die nur ihm auflöslich waren,

Weil Martin selbst mich damit band.

Wir eilten her und sind noch zeitrecht eingetroffen,

O Sohn, mein Sohn, was hat Dein Bater nun zu hoffen?"

Indessen so der Esel sprach.

Und Leopold vor Schmerz und Wehmuth brannte,

Stieg auch Herr Hütchen allgemachBon seiner grauen Nosinante,