möglich machen konnte, auf den romantischen Einfall, Hannchens Schlafkammer bei Nacht zu ersteigen.
Bald breiteten hierauf cinSmalS die NabenflügelMondloser Mitternacht sich aus.
Man sähe kanm drei Schritt vor sich ein Haus,
Nnd jedes Auge band des SchlummergvtteS Siegel.
Jn> Felde warf nur noch der Maulwurf kleine Hügel,Im Dorfe schwirrt' allein die scheue Fledermaus.
ES war die schönste Nacht, die man zu LicbcSränkcnSich konnte wünschen, konnte denken.
Der Junker fand sie auch dazu ganz fehlerfrei,
Nnd forschte nicht erst Zeichcndenter»nd Sterncngucker ans, ob weiterAuf eine bessere zu lauern, räthlich sey?
Er schlich, bepackt mit einer Leiter,
So leise wie ein Dieb herbei,
Nnd kein verschlafnes Hündlcin bellte,
AlS er sie sacht an Martins Hütte stellte.
Der Sprvssenweg war kurz, und bald gemacht,
Das Kammerfcnstcrchen stand offen,
Er schlüpfte durch, und nun blieb ihm für diese NachtNichts mehr zu fürchten, viel zu hoffen.
Im sanfte» Schlaf der Unschuld fandEr Hannchen tief versenkt und ihre Reize deckteNicht treu genug ein luftiges Gewand,
Das mehr verrieth, als eS versteckte.
Der zärtliche NomaneuheldVergönnt' ein Weilchen seinen AugenDas süfle Vorzugsglück, sich in das BlüthcnfeldEnthüllter Schönheit hier, gleich Bienen, eiuznsaugen.Doch bald empörte sich der andern Sinne Neid,
Nnd stürmend forderten sie ähnliche Genüsse.
Freund Leopold ward Mittler in dem Streit,
Und weckte Hannchen auf durch liebetrunkne Küsse.