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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Hannchen. Es war ein kleines Liedchen.

Leopold. Klein oder groß; sing' cs noch einmal!Hannchen. Die Ohren werden Ihnen wehe thun.Leopold. Ziere Dich nicht! Singe, Nachtigallchcn,finge!

Hannchen (singt).

Ein schönes junges Mädel fußAm hellen Bach im weichen GraS.

Dem Hellen Bach glich AcnnchenS Herz,

Noch unbekannt mit Gram und Schmerz.

Sie trug im braunen LockenhaarEin Kränzchen, das ihr Abgott war.

Nicht feil um goldncr Berge GlanzWar ihr der liebe, liebe Kranz.

Um sie herum im WiesengrundGab'S rvthe Blümchen, wie ihr Mund,

Und Blümchen, weiß wie ihre Hand,

Sie pflückte, was sie Schönes fand.

Indessen fuhr mit Saus und VrauSEin Sturmwind aus dem Wald heraus,

Und rasselte so stolz heran,

Alö kam' ein Prinz mit Nos; und Mann.

Er riß in seinem WirbeltanzAus Aennchens Haar den lieben Kranz.

Sie griff darnach weg war er schon,

Und weit mit ihm der Sturm entflvhn.

O weh, o weh, mein Kranz ist hin!

Nief Aennchcn aus mit trübem Sinn.

Sie weinte sich die Augen roth,

Und weinte sich um's Kränzchen Lvdt.

Leopold. Ein artiges Liedchen.

Hannchen. Ganz artig, und von sehr nachdenklichemInhalt-