-»D 169 So
Urplötzlich schwand des .Himmels Blau,
Und wetterschwangre Wolken balltenSich schwefelgelb und donnergranZn Ungeheuern Mißgestalten.
Gepeitscht von Winden hin und her,
Zerrissen ihre Wasserschläuche.
C'S rauschte nieder wie ein Meer,
Und höher schwollen Fluss' und Teiche.
Indessen ging der stille LeichenzugDem Grave zu mit bangen Schritten.
Doch war, dies; Bad herabzuschütten,
Der zürnenden Narur noch nicht genug.
Mit Krachen eines DonnerschiageSVerlosch der letzte Schein deö Tages,
Und um die Gegend zog sich Nacht,
Durch Wetterleuchten nur bisweilen hell gemacht.
Ein kalter Sturmwind fuhr auf sausendem GefiederHin durch das Land der Finsterniß.
Warf Häuser um, schlug Bäume nieder,
Und führte Steine fort, die er vom Felsen riß.
Am Himmel fiutheten zerstreuter Blitze FlammenIn Feucrklumpen nun zusammen,
Und schlackerten zur Erd' herab,
Und wälzten, Kugeln gleich, sich um das offne Grab.
Der Todrenacker borst mit fürchterlichen. KrämpfenHier, da und dort und rings umher.
Aus seinen Schlünden stieg in dicken NebeldämpfenEin Gclsterschwarm empor und tanzte kreuz und quer.Im schrecklichsten Tumult der Erd' und HölleSchritt jetzt mit zitterndem GebeinDer Lcichenzug zur GrabesstelleUnd senkte still den Sarg hinein.
Kaum aber warf die erste SchosseVon Erd' und Sand der Tvdtengräber drauf,
Da hört' im Augenblick das tolleGetöse von Gespenstern auf.