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Hütchen. Ich weiß es und lobe Dich darum; obuiir's gleich lieber wäre, wenn Du ihn, noch vor derFürbitte seiner schone» Tochter, der Gefangenschaft ent-lassen hättest. Es hat sich dadurch auf den Glanz Deineredlen Handlung ein gewisser Schatten von Nebcngründcngeworfen, der sie ein wenig verdunkelt. Doch das scp!Du hast- glaube ich, de» Martin auch beschenkt.
Leopold. Hum! — Ja. Es waren einige Kleinig-keiten, die ich entbehren konnte.
Hütchen. Warum sagst Du Kleinigkeiten? — Esscheint, als wolltest Du Deine Freigebigkeit dadurch gegenmich entschuldigen. Sollte sie das bedürfen; wäre sicetwa nicht aus der reinsten Quelle geflossen?
Leopold. Ich verstehe Dich nicht. Was ich that,geschah aus Mitleiden. Die armen Leute hatten nichts,als leere Wände.
Hütchen. Das ist wahr und freilich erbarmcnswür-dig, wenn ein so ehrlicher Mann, wie Martin, und be-sonders ein so schönes Mägdlein, wie Hannchen, trockenesBrod essen und auf hartem Stroh schlafen sollen. Ichrathe Dir aber, jnngcr Herr! Schweife nicht etwa aufeiner, dem Benehmen Deines Vaters entgegengesetztenSeite aus! Liebe Deine Untcrthanen nicht zu sehr!
Leopold. Könnte man das?
Hütchen. Ei wohl. Vorzüglich die Töchter der Un-terthanen. Hannchen ist wirklich schön.
Leopold. So ziemlich.
Hütchen. Heuchler! Wie kalt Dein warmes Herzspricht!
Leopold. Sage mir nur, was Du willst. Gesternsah ich das Mädchen zum ersten Mal.
Hütchen. Und fingst gleich Feuer.