-o§> 163
Euch vorher etwas sagen zu lassen. Gute Nacht, Mar-tin! Gute Nacht, liebes Hannchen!
Er eilte fort und hinterließ den beiden Leutchen vielStoff zum Gespräch und Nachdenken, was fie noch heutevon ihm erfahren würden.
Nach einer halben Stunde ward geklopft. Es warEiner von Leopold's Dienern, der einen Wagen voll Bet-ten und Hausgeräth, einen Korb mit Eßwaaren und einziemlich schweres Päckchen Geld zum Geschenk von seinemHerrn überbrachte. Vater und Tochter staunten, weintenund stammelten Dank. Indessen verschwand der Bote miteinem ehrlich gemeinten: „Braucht's gesund!"
Die Beschenkten kosteten von den Seltenheiten der herr-schaftlichen Küche, und schlummerten dann auf den weichenFedern fröhlich ein.
Auch Leopold wollte sich nun in die Arme des Schlafswerfen, der ihn aber diesmal floh. In der.zwölften Stundeder Nacht war or noch munter. Jetzt hörte .er auf ein-mal die verriegelte und verschlossene Kammerthür öffnen.Wer konnte das thun, als unser alter, lange nicht gese-hener Freund Hütchen?
Leopold erschrack nicht, als er den Geist, dersich immernoch stein neues Mäntelchen geschafft hatte und immernoch sein rundes Deckelchen trug, im Anmarsch gegen seinBett erblickte. Er chatte nicht allein oft von ihm sprechengehört, sondern erinnerte sich seiner sogar noch aus denersten Jahren der Kindheit. Daher sah er ihn mit Fas-sung an und fragte: „Was bringst Du?"
Hütchen. Meinen Glückwunsch zu dem Antritt Dei-ner Regierung.
Leopold. Ich danke. Warum sprichst Du aber in