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„Vater!" rief sie durch die Spalten,
„Lebt Ihr? Har Euch Gott erhalten?
Weint nicht mehr! — Im AugenblickGeht Ihr frei mit mir zurück!" —
Jetzt stieg auch durch Dorn und NesselLeopold zum Burgverließ,
Wo er des Gefangnen FesselAbzuthun dem Schergen hieß.
Martin, den zum bleichen SchattenGram und Nvth gestaltet hatten,
Glaubte seinen Sinnen kaum.
Alles dünkr' ihm nur ein Traum.
Hin zu seines NettcrS FüßenSank er, vor Empfindung stumm.
Hanncheu schlang mit heißen KüssenUm den Alten sich herum.
Ihres Purpurmundes HangenAn den abgegrämren WangenSchien so, alS umarmren sichTod und Leben brüderlich.
O wie strahlte dem die Sonne,
Der nun, los vom Eisenring,
Mir der süßen Freiheirc-wonneHochgefühl nach Hause ging!
Voll mitleidiger Gedanken
Sah der Junker fort ihn wanken,
Und ein Blick, der Liebe sprach,
Flog dem schönen Hannchen nach.
Es war nicht anders; das niedliche Landmädchen hattetiefen Eindruck auf Leopolden gemacht. Hannchen warihm. vorher wenig oder gar nicht zu Gesicht gekommen,weil er, um des Verstorbenen Ungnade zu vermeiden, inkeine Bauernwohnung ging, und sie selten ihr Haus ver-ließ. Am Todestage seines Vaters schlug ihm also die