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Man sthe sie mit grauenvoller FreudeWie ein erlegtes Naubrhier an,
Das nun nicht mehr die Lämmer auf der WeideUnd Hirtenknaben würgen kann. —
O daß dieß Bild Euch schrecken möchte,
Die Ihr des Menschen heil'ge NechteIm HvchmuthSschwindcl kühn verletzt!
Wer weiß, wie bald Euch ganze Schaarcn,
Dre Ihr noch heure drängt und hetzt,
Frvhlvckend sehn zur Grube fahren!
Wahrlich der Tod eines Tyrannen — er scy klein odergroß, sitze auf dem Thron oder in der Kanzlei, heiße Ge-neral oder Korporal — ist jedem Biedermann ein Her-zcnsfcst. Wenn Einen auch die lange oder kurze Handdes weiland Peinigers nicht erreichen konnte, so freut mansich doch im Namen der Menschheit, daß ein solcher Teu-fel weniger auf der Welt ist. Es bleiben ohnedem nochLegionen da, die just nicht, wie Wenzel, wüthcn und to-ben, sondern mit vieler Gelassenheit und Sanstmnth zuTode quälen. Das sind, bei Gott! die Schlimmsten! Aufihrem Grabe sollte man öffentliche Freudentänze halten.
Doch genug Leichcnprcdigt auf de» Verstorbenen undNutzanwendung auf die Lebendigen! Wir ergreifen wiederden Faden der Geschichte.
In keinem Hause des Dorfs verursachte Wenzel's Todgrößere Freude, als in Martin's öder Wohnung, wo seineTochter, ein schönes, blühendes Mädchen von scchszchnJahren, ihren lebendigtodtcn Vater einsam betrauerte. DieHoffnung, ihn wieder zu sehen, trocknete Hannchcns Thrä-nen. Sie entschloß sich sogleich, seine Loslassung vomjungen Tollcnstcin zu erbitten, und suchte geschwind ihrbischen Sonntagsputz zusammen, den sie im letzten Thrä-nenjahre nicht angesehen hatte.