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glich cr einem rcißcndcn Thierc, das seinen Käfig durch-brochen hat.
Das erste Opfer seiner Wuth ward natürlich der un-glückliche Martin, den cr sofort wieder in das unterirdischeGefangniß bringen ließ, aus dem ihn vor sechs Jahrendie Soldaten des Landgrafen befreit hatten. „So langeich lebe, gehst Du diesen Weg nicht wieder zurück!" riefer mit teuflischem Hohngelächter, als der Arme die Fel-scnstufen hinab wankte. „Schlangen und Ottern solle»Dich da unten fressen, damit Du bald gen Himmel fah-ren und mich dort bei dem Herrn Landgrafen verklagenkannst!" —
Alle Umstehenden schauderten bei diesem frevelhaften Spott.Selbst das steinerne Herz des Schergen empörte sich. Mar-tin konnte nur mit Schluchzen und Händeringen antwor-ten, und stieg zum Kerker hinunter, als stieg er in seinGrab.
Dieser Gräuelthat folgten nun mehrere; denn von Lud-wig's Nachfolger war keine Ahndung zu fürchten, weil ergleich bei dem Antritt der Regierung durch auswärtigeFehden von der Aufmerksamkeit auf sein Land abgezogenwurde.
Wenzel wiederholte jetzt gleichsam das schon vor zwan-zig Jahren von ihm gegebene Schauspiel, da er nach einerkurzen, durch Freund Hütchen bewirkten Sittcnbcsscrung,in die alte Laufbahn zurücktrat. Selbst der Schmarotzer-Auftritt durfte diesmal nicht fehlen. ES wurden Botenüber Boten abgeschickt, um die ehemals fortgchetzteu Krip-pcnreitcr wieder cinzuladcn.
Welcher rechtliche Mensch auf Erden wäre gekommen,nach einer solchen Behandlung gekommen? Sie überstell-ten sich sammt und sonders gehorsamst ein, und waren so