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bens umschlang dessen Tochter, cm kleines hülfloses Kind,mit schluchzender Bitte die Kniee des Tyrannen. SeinBefehl ward vollstrcckt.
Doch hundert Stunden drauf erschien' Der SchreckenStag der Rache.
Herr Wenzel saß gar keck und kühn,
AlS hätt' er Me Sache,
Mit seinen Freunden beim Pokal,
Horch, da erhol, sich vor de», Saal
Ein tosendes Gewirre
Von Spieß- und Schwertgeklirrc.
Herein zur Thüre strömten baldHierauf, gleich wilden Wogen,
Gewaffnete, die wie ein WaldSich um den Ritter zogen.
Die Zecher floh» und er fuhr aus:
„Was kommt Ihr Schurken so zu Hanf?
Wie könnt Ihr Euch erfrechen,
Burgfriede» hier zu brechen?"
„Herr!" rief der Oberste der Schaar,
„Sprecht mehr mit Glimpf und Ehre!
Den» Landgraf Ludwig hat fürwahrKein Schurkenherz im sperre.
Von ihm befehligt, kommen wir,
Und sein Gefangener seyd Ihr!
Nach Naumburg, ohne Plaudern!
Wir können hier nicht zaudern.
Doch muß, eh' wir von hinnen gehn,
Der Mann in Freiheit kommen,
Dem Ihr, um Euch gerächt zu sehn,
Habt Luft und Licht benommen.
In welcher Höhle seufzet er?
Geschwind die Kerkerschlüffel her!
Sonst sollen Thurm und HallenZerstört znsanimenfallcn!" —