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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Das ganze Dorf weinte, nur Wcnzcl's Augen bliebentrocken, die vielleicht dem Tode seines geringsten Jagd-hundes ein Thräncnopftr gebracht hätten. Heimlich freuteer sich sogar, einer lästigen Gefährtin los zu sepn, dienicht mit ihm auf seinen Licblingswcgcn wandeln wollte.Kaum konnte er sich entschließen, sie anständig begrabenzu lassen. Endlich geschah es doch. Er hätte gern ge-sehen, wenn das neugeborene Kind seiner Mutter nachgc-solgt wäre; doch Freund Hain war nicht so gefällig, ihmdiese doppelte Freude zu machen.

Leopold (so hieß der Knabe) war ungefähr drei Jahrealt, als er einmal an einem Wintertage, mit einem silber-nen Körbchen voll Kirschen in der Hand, zum Vater ge-laufen kam.Sich, Vater!" lallte er fröhlich:Klein,klein Männcl hat mir gegeben. Hat mich gestreichelt, hatmir gesagt, soll fromm und fleißig sepn; will mehr schöneSachen bringen."

Aha! dachte Wenzel: Fangt der kleine Freund wiederan sich zu regen und freigebig zu werden? Deralte Knabe mag ein herrliches Gewächshaus und schönesSilbcrwcrk haben! Mußt neue Freundschaft mit ihm machen,um ihm auch dann und wann ein Geschenk abzulockcn.Er veranstaltete hierauf, daß sich Poldchen am folgen-den Tage wieder einmal allein in der Kinderstube befin-den mußte, und lauschte durch'S Schlüsselloch.

Mit unterdrückten Atstenijügen,

Stund er nicht zwei Minuten hier,

Da kam schon durch die Wand, der Geister LieblingSthür,Freund Hütchen angcstiegen,

Und bot dem kleinen LeopoldEin neues Labsal für den Gaumen.

Ei» Dnhend wunderschöner Pstaumen,

In einem Körbchen oo» gediegnem, blankem Gold.