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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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nicht mehr zu denken, und alle von ihm herrührendcnSchrcckbilder und Drohungen als leere Gaukeleien anzu-sehen.

Der anbcranmte Termin kam, und lief ab. Hütchenerschien weder selbst, noch durch einen Bevollmächtigten.Urthcil und Recht ward an ihm vollzogen, und er sowohl,als die von ihm veranstaüete Geistcrtafcl rein vergessen.

Was hätte nun Wenzeln noch abhaltcn sollen, seinescharfen Klauen, die er nur einige Wochen lang ausFurcht, daß ihn Gespenster darauf klopfen möchten, etwaseingezogen hatte, neuerdings auszustrecken? Er'ward ganzder Alte. Seine Bauern wurden, wie zuvor, von Schos-sern und Schergen geplündert, und seufzten mehr als sonstunter des Frohnvogts Geißel, weil dieser sie nun ausRache mit verdoppelter Grausamkeit brauchte. Der Jun-ker selbst hielt weniger, als jemals, seine Lüsten und Be-gierden im Zügel. Das Volk der Tisch- und Krippenrei-ter zu denen sich auch Herr Hans nach cingezogcnerKundschaft, daß der Weg rein sep, wieder gesellt hattewar sein täglicher Umgang. Sic führten ihn immer hö-her und höher auf der Leiter der Sittenlosigkeit, bis erendlich die letzte Staffel erstieg.

Ihn von diesem Schwindclvlatz zu leitenIn der Tugend ruhiges Kefild,

Unternahm mit tausend ZärtlichkeitenJetzt ein Weib, wie Engel, schön und mild.

Agnes war'S die Tochter eines bösen,Alten Ritters, der, m» sich vom DrangSeiner ArmnthSsvrgen zu erlösen,

Sie jllm Ehebund mit Wenzeln zwang.