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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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enthaltcn hätten. Er bereute daher, daß er die armenSchlucker um eine Mahlzeit und sich um Zeitvertreib ge-bracht hatte.

Als der Abend endlich herbeischlich und er sich und seinelange Weile in die Federn vergraben konnte, war er herz-lich froh. Ehe er aber noch einschlief, besuchte FreundHütchen ihn wieder und hielt ihm eine Lobrede wegen sei-ner guten Aufführung am vergangenen Tage. Der Kleinewar besonders über das Abweiscn der Tafelrittcr höchlicherfreut und erzählte triumphirend, daß er sie mit einemunsichtbaren Steinhagel zum Dorfe hinaus begleitet undsich über ihr Ach und Weh ein drolliges Ducken undKrümmen bei Empfang der Püffe halb todt gelacht habe.

Aus diesem Berichte sah Wenzel nun deutlich, wie we-nig seine Gesellen in Hütchens Gnade standen. Er gabdcßhalb am Morgen neuen Befehl, ihn ferner vor ihnenzu vcrläugnen. Heute ritte» die vorsichtigen Herren einStündchen früher ein, um noch, im Fall sic hier wiedermit trocknem Munde abziehen müßten, ein anderes gast-freies Dach bei rechter Tischzeit zu erreiche». Tags zu-vor hatte der Unstern über ihnen gewaltet, daß sic aufeiner Burg, wo sic erst spät nach der Tafel wie einhungriges Heuschreckcnhccr einfielen, blos kalte Küche vonder Hand speisen mußten, und also nur dürftigen Balsamfür ihre Stcinwunden fanden. Da sic sich nun dicßmalfrüher auf's Gleis gemacht und dadurch einem ähnlichenSchicksal voigebeugt hatten, so eilten sie weniger bestürztdavon, und hielten sich nicht einmal damit auf, nach demBefinden ihres krank gemeldeten Freundes zu forschen. DieZeit war ihnen edel. Wie leicht hätte» sic nicht dort,wohin sie wollten, einen Löffel voll Suppe versäumenkönnen!