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Hütchen. Daß Du noch so keck fragen kannst! Wahr-lich, Du geberdcst Dich, als ob du übrig Recht hättest!Ich nehme mein Wort nicht zurück: Sie waren besser alsDu; denn sie lebten sittlich und fromm und verfuhrennicht hart mit ihren Unterthanen. Erst seit sechs oder sie-ben Menschcnaltcrn ist Dein Geschlecht in Wuthriche aus-gcariet. Da fingen die stillen Mauern Deines Stamm-hauses an, von ewigem Saus und Schmaus und Klage-tönen unglücklich gemachter Leute wiederzuhallcn. Ichwarnte wohlmeinend, aber vergebens, und floh endlich mitVerdruß die Gesellschaft dieser verwilderten Menschen.Zwei Jahrhunderte sind nun schon vorüber, seit ich inmeiner Felscnwohnung einsam Hause und das Verderbeneiner sonst so glücklichen, so herzlich von mir geliebtenFamilie, in dieser Trauerkleidung beweine. Sieben Dei-ner Väter lebten und starben, ohne mich zu sehen. Esbefremdet mich daher nicht, daß man die Sage von mei-nen ehemaligen Erscheinungen nach und nach für einMährchen gehalten und Dir als ein Mährchen erzählthat. Beinahe hätte ich Dich auch in dieser irrigen Mei-nung bis an Deinen Tod gelassen; denn es war mir langenicht gcmüthlich, mit Dir, der Du siebenmal roher bist,als Deine Väter, in Verkehr zu treten. Aber endlich be-siegte Mitleidc» meinen Zorn. Ich sah, daß Deine zü-gellosen Ausschweifungen Dich zeitlich und ewig unglücklichmachen müßten, und beschloß, einen einzigen Versuch zuDeiner Besserung zu wagen. Das ist gejchchn. — ObDu mir danken wirst, weiß ich nicht; ich verdiene aberDank, weil ich es war, der das heutige mitternächtlicheSchauspiel, das Dich so heilsam erschüttert hat, veran-staltete.
Wenzel. Grausamer Geist, ich soll Dir danken? Da-