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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Wild bäuinten schnaubend sich die RuppenDer beiden halb entseelten Knappen,

Und stürzten über Stock und SteinMit ihren Reitern aus dem .Hain.

Doch, wie in FclS gewurzelt mir den Husen,

Stand unbewegt das dritte Roß,

Der Junker, der im Schweig zerfloß,

Versucht' umsonst, die Fliehenden zu rufen.

Ihm war'S, als hing au seinem Mund ein Schloß.

Und seht erschien, mit stärkrcm Kertentoben,

Ein unerwarteter Besuch:

Ein grosses Niesenbild, von unten auf bis obenGewickelt in ein Leichentuch,

Willkommen! rief'S: Wir haben in die FerneNoch heur selbander einen Gang,

Die Nacht ist höllcuschwarz; cs funkeln keine SterneUnd unser Weg ist rauh und laug.

Um sonder Jrrgchn ihn zu finden,

Muß ich mein Handlarcrnchen zünden,"

Sieh da, der schreckliche GesellZog einen Todtcnkopf aus seinem Uebcrrocke,Bcsestlgt' ihn an eine», Stocke,

BlieS auf ein Licht, es brannte schnell,

Und schimmerte durch Mund und Augenhöhle»

Des Schädels weit und breit so hell.

Daß man die Steinchen konnte zählen.

AlSdann ergriff das Ungethüm

DeS Pferdes Zaun, und zog'S von dannen.

Enrarhmet keuchte» Roß und Reiter hinter ihm;Denn jeder Schritt maß fünfzig Spattuen.

Die Reise ging durch Felseuklüfte fort,

Wo Herr» spazierten, die den Kopf im Arme trugen,Und Kobolde sich hier und dortHerum mit Mcnschenbeinen schlugen.

Hier bleiben wir!" rief endlich das GespenstAm Eingang einer schwarzen Höhle.