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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Aber sein Gcständniß vom Gegenthcil erzwang ein Spott-vogel, der ihn cinmals, als er ganz ruhig aus rer Gasseschleuderte, beim Arm ergriff, vor sich hinschob, und ängst-lich dabei rief:Machen Sie sich aus dem Staubs DasKind, das Sie vorhin übcrrittcn haben, ist todt, und dieWache sucht Sie schon aus"Ich?" versetzte der Stie-selheld ruhig:Ich soll ein Kind überritten haben, undbestieg in meinem Leben kein Pferd?"Nun so legenSie wenigstens die verdächtigen Sporen ab!" sagte derAndere, und ließ den Narren beschämt stehen, der aber den-noch nicht so klug ward, sich der täglichen Wappnung sei-ner Fersen zu entwöhnen.

Er war es also, der zuerst subscribirle. Mehrere folg-ten, und die Unternehmung kam endlich zu Stande.

Als die Gondel das Ufer verließ, holte der kleine Schul-mann seit acht Tagen zum erstenmal freien Athem undrief aus :Gott Lob, daß wir so weit sind! In meinemLeben ist mir nichts so blutsauer geworden, als uns hierin dem Wasscrstübchen znsammenzubringen. Drei PaarSchuhe habe ich darüber zerlaufen, und bin alle Abendematt, wie eine Fliege gewesen. Nun will ich aber auchrecht lustig sepn. Ich freue mich unaussprechlich, ganzunaussprechlich aus's Feuerwerk, und bitte Euch, Ihr Gön-ner und Freunde, meiner Wenigkeit, über die Ihr Allebequem hinweg seht, den besten Platz zu gönnen, damitich nicht um den Anblick eines einzigen Schwärmers komme."

Sie versprachen ihm das einmüihig. Er umarmte nunfreudetrunken seine Frau, die zwischen ihm und ihremLiebhaber saß, und that einen guten Schluck gebranntesLebenswasser. Kurz, er war scclenfroh.