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zu benutzen, trug er jenen Schwank immer im Kopf undi» Abschrift mit sich herum, damit er ihn, den Umständennach, auf diese oder jene Art sogleich anbringcn könne.
Es ging auch, wie wir gesehen haben, Alles nach Wunsch,und er ward für seine Haiidvoll Verse ganz anders be-lohnt, als ihr armen Dichterlinge, die ihr volle zwölfMonden schwitzt, um dem oder jenem poetischen Blumcn-sammlcr ein paar mattherzige Strophen mit der Morgen-röthe des Johannistages " in's Haus zu schicken. Wieoft stürzten nicht diese gestrengen Herren Eure ganze,theuer frankirte Fracht hinab in den Abgrund ihres Scho-felarchivs, aus dem keine Erlösung ist? Und entgeht jaeins Eurer lieben Kinder diesem schmählichen Tode, so istdie väterliche Freude, die Ihr an diesem armen Würm-chen habt, doch der einzige Lohn für Euer» Schweiß.O ein armseliger Loh» gegen den herrlichen Sold, dender glückliche Graf empfing! Eine Fürstin, schön, wie dieGöttin der Liebe, krönte ihn mit ihrem Beifall, und kröntezugleich ihren Vermählten zum zweitenmal, indem sie demverliebten Dichter durch Wort und That bewiest, daß sieden von seinem Herrn Sebastian vorgeschlagencn Ver-gleich in dergleichen kritischen Ehcfälle» für den klügstenhalte.
Seit diesem Tage machte Guido, öfter als sonst, kleineReisen über Land. Kaum war er zum Thore hinaus, sobesuchte der König die Gräfin; in der Dämmerung kamder Graf zurück und eilte zur Königin. So war immerzu gleicher Zeit Einer des Andern Stellvertreter. DaSVerständlich des Grafen mit der Königin wußten nur we-nig Vertraute: die Liebschaft des andern Paares hingegen
" Der gewöhnlich angesthtc Termin zur Blumcnlieferung.