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Der dickbcnannte Kasten warDer Schauplatz dieser süßen Rache,
Und Belten trieb der Lärm, der seinem DacheDen Einsturz droht', empor das Haar.
Sr hielt sich ruhig, weil er glaubte,
Darunter ganz iueognlto zu scyn;
Allein auch diese Hoffnung raubte
Die Frage seiner Frau: »Wo ist mein Edelstein?« —
»Hier!« sprach Sebastian, »ud öffnete den Kasten,
Veit schoß heraus und fiel die Stub' entlang:
Die Wangen seiner Frau erblaßten,
Und Bastel sickerte, daß schier der Bauch ihm sprang.
Sein Nachbar wollte nun aufs große Pferd sich schwinge»Und drohte stark mit hoher Obrigknt;
Doch er eutgegncte: »Sey klug! Bei solchen DingenErwirbt man nicht viel Lorbeeru durch den Streit.Vergleichen wir uns den» : Daß Jeder nun zwei Weiber,Und jede Frau zwei Männer habe» mag;
So schnappt von uns das Volk der Pfaffen und der SchreiberNicht eine Prise Schnnpftavak.«
Beit fand den Vorschlag gut. Sie gaben sich die HändeUnd hielten den Vergleich bis an ihr scl'gcS Ende.
Königin. Schalk! Warum just diesen Schwank?Graf. Bloßer Zufall, gnädigste Königin!
Aber sic hatte ganz Recht, ihn einer Schalkheit zu be-schuldigen; denn was er jetzt mit treuherziger Miene fürein Ungefähr ausgab, war ein listig angelegter Plan. Erwußte, daß der Hof seinen Verkehr mit den Musen kannte;es war ihm also höchst wahrscheinlich, daß die Königin,die sich seit dem Empfange des oben erwähnten Briefestäglich mehr mit ihm zu schaffen machte, über lang oderkurz ein Pröbchen seiner Pocterei verlangen würde. Umnun diese Gelegenheit zu einer maskirten Liebeserklärung