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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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kümmern. Höchstens sollte mich mein Kahn dauern, wennihn nicht das Kloster bezahlen müßte.

Franz. Das eifert, das geifert! Laß doch nur einvernünftiges Wort mit Dir reden, kleines Närrchen! (Einefromme bklel>re»de M,c»e annclimend). Du verdienst hohesLob, daß Du Dich sträubst, weil Dir der Unterschied, derin solchen Fällen zwischen Priestern und Laien zu machenist, nicht bekannt zu scy» scheint. Der vertraute Umgangdes weiblichen Geschlechts mit Kindern der Welt ist aller-dings große Sünde, und wir Lehrer können nicht genugdagegen warnen. Allein ganz anders verhält es sich mitgeistlichen Personen. Diese sind rein, wie die Engel, undein Mädchen kann sich ihnen ohne Rückhalt überlassen.Es entgeht dadurch der weiblichen Tugend kein Stäub-chen; denn was dem Himmel und seinen Dienern geschenktwird, ist nicht verloren, sondern bringt hundertfältigeFrüchte.

Anselm. Bruder Franz hat Recht, hat den Satz garschön ausgcführt.

Bärbel (lür sich). Gottlose Menschen! (Nach einigen,Nachdenken freundlich verschämt). Ist das Wirklich so, wieSie sagen?

Franz. So wahr, als

Bärbel. Schwören Sie nicht! Ich glaube Ihnen,und

Anselm. Nun?

Bärbel. Und muß gestehen, daß die Sache dadurchfreilich eine andere Gestalt gewinnt.

Franz. Gelt, Herzchen? (Droht mit einer Umarmung.)

Bärbel (launig). Geduld! Es ist noch ein Bedenkenzu heben.

Franz. Welches?