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12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
57
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-»§> 37

Franz.,! weich wie Sammt.

Anselm. Wirklich, Brüderchen? (will sich auch hin-bemülien.)

Bärbel. Ehrwürdige Herren, ich bitte mir aus, michmit solchen unchrwürdigen Späßchen zu verschonen.

Franz. Wie witzig! Das verdient ein Osuulum.

Anselm. Ein Oücuium!

<Sie wvllcn küssen.)

Bärbel. Gehen Sic doch! Es ist gar nicht fein, ei»ehrliches Mädchen so zu behandeln. Sic können unmög-lich Geistliche, Sie muffen verkleidete Dragoner sepn.

Franz. Drolliges Ding! Als ob die Dragoner alleindas Privilegium hätten, ein Mädchen zu küssen.

Anselm. Wir haben's auch.

Bärbel. Darüber will ich morgen Ihren Herrn Abtfragen.

Franz. Ja, ja, frage morgen! Aber heute

(Die Carressen werden lebhafter.)

Bärbel. Ich warne Sie nun zum letzten Mal, michin Ruhe zu lassen; sonst spiele ich Ihnen gewiß einenPossen, an den Sie zeitlebens denken sollen.

Franz. Ei, ei!

Bärbel. Ja, ich springe flugs in die Donau, nehmemein Ruder mit und überlasse Sie Wind und Wellen.

Franz. Ueber die Heldin, über die neidische Heldin!Sie will lieber mit ihrem Jungfernkränzchen ertrinken,als cs uns gönnen.

Anselm.,!

Bärbel. Einfältiger Spott! Ich kann schwimmen,und komme gewiß wohlbehalten nach Hause. Ob es abermit Ihrer Fahrt eben so gut abläuft, oder ob Sie hun-dert Meilen von hier versinken, das wird mich dann gar