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Sie. Magnetismus.
Er. Schwärmerin! Wie kannst Du Hülfe daher erwar-ten? Klügere Leute, als ich, Hallen die ganze Sache fürein Hirngespinst.
Sie. Kluge Leute können sich doch auch irren.
Er. Zugegeben; was sind wir gebessert? Ich kannDich doch nicht magnetisiren.
Sie. Will ich das? — Wenn Du aber Dein armesWeib liebtest, so wäre dir längst bcigefallen, daß wir soglücklich sind, in unserer Stadt einen Magnetiseur zuhaben.
E r. Wahrlich, an das Wundermännchcn dachte ich nicht.Dieser Fantast soll Dich also heilen?
Sie. Wie schon viele Kranke. Spotte, wie Du willst;wahr bleibt wahr.
Er. Nun, nun, wir wollen ihn morgen rufen lassen.
Sie. Morgen? Unbarmherziger Mann, morgen? —Willst Du vielleicht, daß Dich mein Tod einer kleinenMühe überhebcn soll?
Diese Stachelrcden thaten Wirkung, und spornten un-fern Commiffär, der keine List ahnctc, aus dem Bette,in die Kleider und zum Magnetiseur. Der lose Herr ließsich lange rütteln und schütteln, so wenig er schlief, undwieß endlich gar die dringende Bitte, der Kranken sogleichzu Hülfe zu eilen, rund ab. „Morgen soll cs mein ersterGang sepn." Das war die Antwort, bei der es blieb.
Der unglückliche Supplikant ging mit schwerem Herzenin sein Haus zurück. Hilf Himmel, wie ward er empfan-gen! „Du bei ihm gewesen? Auf der Gaffe wirst Du ge-standen haben. Der gute, gefühlvolle Mann, der zumBesten der leidenden Menschheit lebt, hätte sich wahrlich