-c-D 40
und beliebte folgendergestalt und also ihre Thaten zu wa-ckeln und zu meistern: „Hum! wenn ich Eure Geschicht-chen glaube, so ist cs Helle, blanke Gefälligkeit, wofür IhrEuch schönstens zu bedanken habt; denn wessen Ohr hatgehört, wesse» Arge gesehen, was Ihr mir da erzählt? —Nehme ich aber auch Alles für baare Münze, so war esdoch nur ein Kinderspiel, ein Paar alte, einfältige Saal-bader zu betippcn. Ei, wie anders werde ich mich sattelnmüssen! Der Feind, mit dem ich anbindc, ist ein jungerrüstiger Gesell und steht bei seinem Weibchen Tag undNacht Schildwache. Dennoch will ich ihn überrumpeln,und er soll mich sogar — damit ich Euch, Ihr Herren,einen Rang ablaufc — an das Bette seiner Frau tragenmüssen. Zu dieser Haupt- und Staatsaktion lade ich Euchhiermit ein. Der Anfang ist gleich nach Mitternacht, undder Schauplatz vor meiner Hausthüre."
Hierauf eilte er davon, um mit der jungen Frau desCommissärs Wilibald, die er mit seiner Liebe beehrte, dasNöthigc zu verabreden.
Der Tag verging; es ward Schlafenszeit; der HerrCommissär und Frau Gemahlin legten sich frisch und ge-sund zu Bette. Er schlief nach wenigen Minuten so festals ein Siebenschläfer; Madame aber lag mit Hellen Augenan seiner Seite. Es schlug zwölf. Urplötzlich ward diearme Frau Commissärin krank und weckte mit Wimmernund Aechzen de» ruhigen Schläfer.
Er. Was gibt's?
Sie. Ach, mir ist schlimm, zum Sterben schlimm!
Er. Arme Frau! Ich will zum Doktor schicken.
Sie. Nein, lieber Mann! Ich habe zu ihm und sei-nen Arzneien kein Vertrauen.
Er. Was soll Dir aber helfen?