Druckschrift 
12 (1847) Schwänke. Mährchen und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
39
Einzelbild herunterladen
 

-»-V 39 ^>-

dons bewegten die Freifrau nun leicht, den breiten Rü-cken ihres Gemahls zum Kanapee zu brauchen. Der Wald-mann bedankte sich für diese Gefälligkeit Mund an Mund,mnspannte mit seinen Armen das aufgeschichtcte Paar,das dem doppelten Adler glich, und packte das Gestell desRollbcttes mit beiden Händen, als wäre es sein baarerErnst, ein neuer Simsen daran zu werden.

'Der Rundbauch unten stöhnte laut-Gemach!

Die Seele fährt mir aus der Haut!

Ach! ach!«

Dach trieben die vcrliebren ZweiAuf feinem Rücken Tändelei,

Wie Täubchen auf dem Dach.

Ats nun nach einigen süßen Minuten der befriedigteLiebhaber sein Unvermögen den schweren Karren auf-zuhebcn bekannte, da kugelte sich der entlastete Baronin eine bequemere Lage, und brauchte die ersten freienAthemzüge zu einem schreckbarcn Spott - und Hohngeläch-ter , wobei er den grünen Mann ein windiges Davidchenüber's andre hieß. Dieser gönnte das kleine Vergnügenihm gern, da er ein größeres genossen hatte, und so schie-den sic als gute Freunde von einander.

De6 Lustspiels dritter Akt hebt cm;

Der luft'ge Magnerist

Tritt, wie sein Bruder Charlatau,

Voll Keckheit auf'S Gerüst.

Unser Geniemännchen, das noch nie einen Barbierin Nahrung gesetzt und von dem gewöhnlichen Eigendün-kel der Glattschnäbel ein vollgerütteltes Maß hatte lä-chelte geringschätzig über die Berichte seiner Spießgesellen,