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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
937
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Distrikt von Rorburghshire, welcher von England nur durcheinen kleinen Bach getrennt ist.

Während der guten alten Zeiten desZerrens und Reißens,"unter welchem Namen man sich an die Thaten jener kriegeri-schen Zeit liebevoll erinnert, wurde das Thal hauptsächlichvon dem Stamm der Armstrongs bebaut. Der Häuptlingdieses kriegerischen Stammes war der Gutsherr von Manger-ton. Zur Zeit, wovon ich rede, befand sich das Gut Man-gerton nebst der Gewalt und Würde eines Häuptlings imBesitze von John Armstrong, einem Manne von bedeutenderKörpergröße, Kraft und Muth. So lange sein Vater lebte,wurde er von Andern seines Stammes, die denselben Namenführten, durch den Beinamen des Gutsherrn Hans unter-schieden. Diesen Namen zeichnete er durch so viele kühne undverzweifelte Kriegsthaten aus, daß er denselben auch nachdem Tode seines Vaters beibehielt, und sowohl in Urkunden,als in der Ueberlieferung damit bezeichnet wurde. Einigeseiner Thaten sind in Len Liedern der schottischen Grenze er-wähnt, andere werden von gleichzeitigen Chroniken berichtet.

In der von uns angedeuteten Art des Einzelkampfeswar des Gutsherrn Hans ohne Gleichen, und kein Schwert-kämpfer von Cumberland, Westmoreland oder Northumber-land konnte den gewaltigen H^I, des von ihm geführtengroßen zweihändigen Schwertes aushalten, welches nur we-nig Andere cmporzuheben vermochten.Dies grauenvolleSchwert," wie das Volk cs zu nennen Pflegte, war ihm voneinem berühmten geächteten Engländer, Hobbie Noble genannt,hinterlassen worden, welcher nach Begehung einer Thal, we-gen der er vor der Gerechtigkeit fliehen mußte, nach Liddesdalegekommen und ein Waffenbruder des berühmten Hans gewordenwar, bis er sich einst mit einem kleinen Geleit, einem treulo-sen Führer und einem einhändigen Degen statt seines schwe-ren Flambergs nach England wagte und von der Uebermachtangegriffen, gefangen genommen und hingerichtet wurde.

Mit dieser Waffe und vermittelst seiner eigenen Kraft undGewandtheit behauptete des Gutsherrn Hans den Ruf desbesten Schwertfechters auf der Grenze, und besiegte odertödtete Manche, die ihm seine» furchtbaren Titel streitig zumachen suchten.