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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Jndeß die Jahre gehen über den Starken und Tapfernebenso hinweg/ als über den Schwachen und Furchtsamen.Im Verlauf der Zeit wurde des Gutsherrn Hans unfähig,seine Waffe zu führen, und zuletzt jede Uebung der Körper-kraft, sogar diejenige der gewöhnlichsten Art, mitzumachen.Der geschwächte Krieger wurde endlich ganz an das Bettgefesselt, und in Bezug auf seine Behaglichkeit von der from-men Sorgfalt seiner einzigen Tochter abhängig, die ihn über-all hin begleitete.

Auster diesem pflichtgetreuen Kinde besaß des GutsherrnHans einen einzigen Sohn, dem die gefährliche Aufgabe an-heimfiel, den Clan in den Kampf zu führen und die kriege-rische Ehre seines Vaterslandes zu erhalten, welche jetzt beivielen Gelegenheiten von den Engländern streitig gemachtwurde. Der junge Armstrong war tapfer und stark, undbrachte manche Denkzeichen entschiedenen Erfolges von ge-fährlichen Unternehmungen nach Hause; der alte Häuptlingdachte aber, wie cs schien, daß sein Sohn kaum durch Alterund Erfahrung Ansprüche, auf die Anvertrauung des zweihän-digen Schwertes besitze, durch dessen Gebrauch er sich selbst inso furchtbarer Weise ausgezeichnet hatte.

Zuletzt hatte ein englischer Kämpfer, mit Namen Foster,die Kühnheit, eine Herausforderung an den besten Schwert-fechter in Liddcsdale zu übersenden, und der junge Armstrong,welcher für sich eine ritterliche Auszeichnung ersehnte, nahmdie Herausforderung an.

Das Herz des körperlich gelähmten alten Mannes schwollvor Freude, als die Herausforderung Übermacht und ange-nommen war, und das Zusammentreffen wurde auf einemneutralen Platze verabredet, welcher bei solchen Gelegenheitengebraucht wurde, und wo er selbst manchen Sieg sich errungenhatte. Er war über den von ihm erwarteten Sieg so sehrentzückt, daß er, um seinen Sohn zu kühneren Anstrengungenaufzurcizcn, demselben als Kämpfer seines Clans und seinerGrafschaft die berühmte Waffe übertrug, die er bis dahin inseiner eigenen Verwahrung gehalten hatte.

Dieß war noch nicht Alles. Als der Tag des Zweikampfeserschien, beschloß der Gutsherr Hans, ungeachtet der liebevollenVorstellungen seiner Tochter, ein persönlicher Zuschauer des-