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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Schritten dem Orte, wo er stand, sich näherten, legte er denFinger an seine Lippen, mit einem finsteren Blick der War-nung, als wiederhole er sein Gebot unbedingten Schweigens;alsdann schritt er voran und führte sie in's nächste Zimmer.

Dieß war ein großes, mit schwarzem Tuch ausgehängtesGemach, als sei dasselbe für ein Begräbniß hergerichtet. Amoberen Ende stand ein Tisch oder vielmehr Altar, welcher miteinem Tuch derselben Trauerfarbe und mit verschiedene» Ge-genständen, den gewöhnlichen Geräthen der Zauberei, bedecktwar. Diese Gegenstände waren noch nicht sichtbar, als siein das Zimmer traten; das Licht, welches dieselbe erleuchtete,war nur ein sehr schwaches, von zwei dem Verlöschen nahenLampen. Der Maestro, um den italienischen Ausdruck fürLeute dieser Art zu gebrauchen, näherte sich dem oberen Endedes Zimmers mit einer Kniebeugung, wie sie Katholiken vordem Crnzifix zu machen pflegen, und bekreuzte sich zu gleicherZeit. Die Damen folgten schweigend und Arm in Arm.Zwei oder drei niedrige breite Stufen führten auf eine Flächevor dem Altäre, hier nahm der Maestro seinen Stand undstellte die Damen sich zur Seite, indem er noch einmal ernst-lich durch Zeichen seine Befehle zu schweigen wiederholte.Alsdann streckte er seinen nackten Arm aus seinem leinenenMantel hervor, und wies mit seinem Zeigefinger auf fünfgroße Fackeln, die zu jeder Seite des Altars standen. Die-selben entzündeten sich bei der Annäherung seiner Hand odervielmehr seines ausgestreckten Zeigefingers und verbreitetenein starkes Licht im Gemache; dadurch konnten die beidenDamen erkennen, daß ans dem Altäre zwei große, gekreuzteSchwerter lagen; es war dort ferner ein großes Buch aufge-schlagen, wie sie dachten, die heilige Schrift, jedoch in einerfür sie unbekannten Sprache; neben diesem geheimnißvollcn