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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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das Schweigen mit aller Festigkeit beobachten, so wird EureNeugier ohne das geringste Wagniß befriedigt werden; dar-auf setze ich meine Ehre ein."

Innerlich glaubte Lady Bothwell die Sicherheit vor Ge-fahr sei ihr nicht verbürgt; sie unterdrückte jedoch ihren Ver-dacht, als glaube sie, daß der Adept, dessen dunkle Gesichts-züge ein schon halb gebildetes Lächeln zeigten, sogar ihre ge-heimsten Gedanken errathen könne. Es folgte eine feierlichePanse, bis Lady Forester Muth genug faßte, um dem Arzt,wie er sich nannte, zu erwidern, daß sie mit Festigkeit undSchweigen die Vision erwarten werde, die er ihnen zu zeigenversprochen hatte. Hierauf machte er ihnen eine tiefe Ver-beugung und verließ das Gemach mit der Aeußcrung, er werdeAnstalten treffen, um ihren Wünschen nachzukommen. Diezwei Schwestern setzten sich Hand in Hand, als suchten siedurch diese genaue Bereinigung die ihnen vielleicht drohendeGefahr abzuwenden, auf zwei unmittelbar mit einander ver-bundene Stühle; Jcmima suchte eine Stütze in dem männ-lichen Charakter und dem zur Gewohnheit gewordenen Mutheder Lady Bothwell; diese andererseits war erregter, als sieerwartet hatte, und suchte sich durch den verzweifelten Ent-schluß zu stärken, zu dessen Ergreifung ihre Schwester durchdie Umstände gezwungen war. Die Eine dachte vielleicht,ihre Schwester habe niemals etwas gefürchtet; die Anderedagegen, dasjenige, wobei ein Weib von so schwachem Cha-rakter, wie Jemima, keine Furcht empfinde, könne auch keineBesorgniß bei einer so charakterfesten und entschlossenen Per-son, wie sie selbst war, erregen.

Nach wenigen Augenblicken wurden die Gedanken beiderdurch eine so eigenthümlich liebliche und feierliche Musik ab-gewandt, daß dadurch die ernste Stimmung erhöht wurde,