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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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bezeugenden Bewegung den freundschaftlichen Rath ablehnte,womit dasselbe verbunden war.

Als die Stunde des Zwielichts nahte, die Zeit, worinder Paduanische Doktor die Besuche derer empfing, welchebei ihm sich Raths erholen wollten, verließen die beidenDamen ihre Wohnung in Canongate zu Edinburg, nachdemsie sich als Frauen niederer Stände verkleidet und mit ihrenMänteln den Kopf in der Weise eingehüllt hatten, wie esbei jener Classe gebräuchlich war; in jenen Tagen der Aristo-kratie wurde nämlich der Stand gewöhnlich durch die Weise, inwelcher der schottische Mantel getragen wurde, ebenso wie durchdessen Schönheit im Gewebe angezeigt. Lady Bothwell hattediese Art Verkleidung angerathen, theils um die Beobachtungzu vermeiden, wenn sie sich zum Hause des Geisterbeschwö-rers begeben, theils auch um seinen Scharfsinn dadurch aufdie Probe zu stellen, daß sie in einem angenommenen Cha-rakter vor ihm erschienen. Lady Forestcrs Bedienter, einManu von erprobter Treue, war vorher zum Doktor geschicktworden, um dessen Gunst durch eine passende Belohnung zugewinnen, und ihm zu verstehen zu geben, daß die Frau einesSoldaten das Schicksal ihres Mannes zu erfahren wünscheein Gegenstand, über welchen der Weise aller Wahrscheinlich-keit nach sehr häufig befragt wurde.

Bis zum letzten Augenblick, als die Uhr des Palastesacht schlug, beobachtete Lady Fvrester sorgfältig ihre Schwe-ster, in der Hoffnung, daß dieselbe ihr unbesonnenes Unter-nehmen aufgeben möge; so wie aber Sanftmuth und sogarBlödigkeit bei Zeiten zu heftigem und bestimmtem Entschlußfähig ist, blieb auch Lady Forester unbeweglich, bis der Au-genblick des Fortgehens gekommen war. Unzufrieden mit der.Unternehmung, allein entschlossen, ihre Schwester in solcherDas gefährl. Schloß u. and. Erzähl. 57