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mahls erlange, so würde ich dieses gegen alle Vorthcilcnicht unversucht lassen, welche mir die Welt im entgegenge-setzten Falle darbieten könnte."
Lady Bothwell machte zunächst die Gesetzwidrigkeit einesSchrittes geltend, durch welche solche Quellen verbotenerKenntniß als Zuflucht ausgesucht würden.
„Schwester," erwiderte die Leidende, „derjenige, welchervor Durst verschmachtet, kann sich nicht enthalten, sogar ver-giftetes Wasser zu trinken- Diejenige, welche durch stete Un-gewißheit leidet, muß sich Kunde zu verschaffen suchen, sogar,wenn unheilige und höllische Mächte dieselbe mir darbieten.Ich will allein fortgehen, um mein Schicksal zu erkunden;noch diesen Abend will ich es wissen; die Sonne, die sich mor-gen röthet, wird mich, wenn auch nicht glücklicher, doch we-nigstens gefaßter, wie heute, finden."
„Schwester," erwiderte Lady Bothwell, „wenn Ihr zu die-sem unbedachten Schritt entschlossen seid, so sollt Ihr nichtallein gehen. Ist dieser Mann ein Betrüger, so seid Ihrvielleicht zu sehr erregt in Eurem Gefühle, um seine Schlech-tigkeit zu entdecken. Wenn einige Wahrheit in demjenigen,worauf er Anspruch macht, sich vorfindet (woran ich jedochnicht glauben kann), so sollt Ihr nicht allein einer Mitthei-lung so außerordentlicher Art ausgcsetzt werden; ich will Euchbegleiten, wenn Ihr wirklich zu gehen entschlossen seid; über-legt jedoch noch einmal Euer Vorhaben und verzichtet ansNachforschungen, die nicht ohne Schuld und vielleicht auchnicht ohne Gefahr sich anstellen lassen."
Lady Forester warf sich in die Arme ihrer Schwester, drücktesie an ihren Busen und dankte ihr hundertmal für das An-erbieten ihrer Gesellschaft, während sie mit einer Trübsinn