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finde sich nicht mehr beim Heere; es konnte jedoch keiner sei-ner Landsleute im Lager der Alliirten nicht einmal als Ver-muthung angeben, ob er in einem der fortwährend verkom-menden Scharmützel, worin er sich vorzugsweise auszuzeichnensuchte, gefallen sei, oder ob er aus unbekanntem Grunde, oderaus launenhafter Veränderung seiner Entschlüsse den Kriegs-dienst freiwillig verlassen habe. Mittlerweile wurden seineGläubiger ungeduldig, setzten sich in Besitz seines EigeuthumSund bedrohten seine persönliche Freiheit, im Fall er unbeson-nen genug wäre, nach Schottland zurückzukchren. Diesesweitere Unglück erhöhte den Unwillen der Lady Bothwell gegenden flüchtigen Ehegatten, während ihre Schwester darin nurVeranlassung fand, ihren Gram wegen der Abwesenheit desMannes zu steigern, den ihre Einbildungskraft ihr, wie vorder Ehe, als tapfer, munter und liebevoll darstellte.
Um diese Zeit kam nach Edinburg ein Mann von cigen-thümlicher Erscheinung und sonderbaren Ansprüchen. Mannannte ihn gewöhnlich den Doctor von Padua, weil er seineErziehung auf jener hochbcrühmten Universität der RepublikVenedig erlangt hatte. Man glaubte von ihm, daß er einigeseltene Recepte besitze, womit er nach der allgemeinen Be-hauptung höchst merkwürdige Kuren ausgeführt habe. Ob-gleich ihn ihrerseits die Aerzte von Edinburg als einenQuacksalber bezeichnten, so gab es doch viele Leute, unddarunter auch manche aus der Geistlichkeit, welche zwar dieWahrheit seiner Heilungen und die Kraft seiner Mittel zuge-fianden, zugleich aber auch behaupteten, daß der Doctor Bap-tist« Damiotti Zaubereien und unerlaubte Künste anwende,um in seiner ärztlichen Praxis Erfolg zu erlangen. Es wurdesogar feierlich gegen ihn gepredigt: suche man Hülfe von ihmzu erlangen, so bestrebe man sich die Gesundheit durch Götzen-