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einem sonst trägen Mann, soll sie ein sehr scharfer Sporngewesen sein; wenn den Klatschereien hinsichtlich seiner zutrauen ist, so wurde er durch seine Gemahlin in politischeAngelegenheiten verwickelt, in die er sich nicht hätte mischensollen. Sie war ein Weib von hohen Grundsätzen undmännlichem Verstände, wie einige ihrer Briefe bezeugen, diesich noch in meinem getäfelten Schrank befinden. JemmieFalconcr war das Gegentheil ihrer Schwester in jeder Hin-sicht. Ihr Verstand ging nicht über das gewöhnliche Mast,wenn er dasselbe überhaupt wirklich erreichte. Ihre Schön-heit, so lange sie dauerte, bestand in einer Zartheit der Ge-sichtsfarbe und einer Regelmäßigkeit der Züge ohne irgendeine Kraft des Ausdrucks. Sogar diese Reize schwandenunter den Leiden hinweg, welche die Heirath eines nicht füreinander geeigneten Ehepaars begleiten. Sie hegte leiden-schaftliche Anhänglichkeit an ihren Gemahl, welcher sie mithartherziger, wenn auch artiger Gleichgültigkeit behandelte,die für eine Dame von ebenso zartem Herzen als schwachemUrtheil vielleicht peinlicher war, als wirklich schlechte Behand-lung. Sir Philip war ein Wollüstling, d. h. ein vollkommenselbstsüchtiger Egoist, dessen Gemüthsbeschaffenheit und Cha-rakter dem von ihm getragenen Stoßdcgen glich — glatt,scharf, glänzend, aber unbiegsam und ohne Mitleid. Da erdie gewöhnlichen Formen gegen seine Gemahlin beobachtete,so gelang cs ihm, durch sein berechnetes Benehmen ihr sogardas Mitleid der Welt zu rauben; so nutzlos dasselbe auchdem Leidenden sein mag, dem es zu Theil wird, so erregtdoch das Bewußtsein, daß es nicht ertheilt wird, ein höchstschmerzliches Gefühl in einem weiblichen Charakter, welcherdemjenigen der Ladp Forester ähnlich ist.
Die Klatschereien der Gesellschaft thaten ihr Möglichstes,