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fuhr ich fort 5 „bildet die Phantasie ihre bezaubernden Ge-sichte und drängt sie bisweilen den Sinnen als etwas Wirk-liches auf."
„Ja," sagte Tante Margaret, die eine sehr beleseneDame ist, „für diejenigen, welche die Art des Taffo haben,"
Des Dichters, dessen Seele nie bezweifelt
Die Wunder all', die er im Lied besungen-
„Dazu ist nicht erforderlich, daß Ihr für die peinlichenSchrecken empfänglich find, die ein wirklicher Glaube an dasWunderbare hervorruft — ein solcher Glaube wird heutzutagenur von Thoren und -Kindern gehegt. Es ist nicht erforder-lich, daß Eure Ohren klingen, oder Eure Wangen erblassen,wie die von Theodor bei der Annäherung des gespenstigenJägers- Das einzige Erforderniß für den Genuß des milde-ren Gefühls übernatürlicher Eindrücke besteht nur darin, daßIhr für den leichten Schauder empfänglich seid, welcher Euchbei einer schreckhaften Erzählung beschleicht — einer gut ver-bürgten Erzählung, die der Berichterstatter, nachdem er zu-erst seinen allgemeinen Unglauben an alle solche Sagen aus-gesprochen hat, deßhalb auswählt und verträgt, weil sie Et-was enthält, dessen Erklärung aufzugeben er gezwungenwurde. Ein zweites Zeichen des erforderlichen Eindrucksbesteht in einem augenblicklichen Bedenken sich umzusehen, so-bald die Spannung der Erzählung sich auf dem höchstenPunkt befindet; und das dritte endlich ist der Wunsch, jedenBlick auf einen Spiegel zu vermeiden, wenn man sich desAbends allein in einem Zimmer befindet. Dieß, meine ich,sind die Zeichen, welche die Krisis anmelden, wodurch eineweibliche Einbildungskraft in die gehörige Stimmung zumGenuß einer Geistergeschichte gcräth, Ich mache keine An-