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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
849
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an der Spitze, kam, welche silberne Stäbe und Keulen tru-gen und mit lautem Geschrei die Titel und Tugenden Tippu'sdes Großen, des Edelmüthigen, des Unbesteglichen versagten,welcher stark sei wie Rustan, gerecht wie Nauschirwan, wozunoch ein kurzes Gebet für dessen ununterbrochene Gesundheitkam.

Hierauf folgte ein ungeordnetes Korps von Fußsoldaten,mit Specrcn, Luntenflintcn und Fahnen; Reiter waren damitgemischt, einige in vollständigen Panzerhemden mit stählernenSturmhauben unter den Turbans, Andere mit einer ArtVertheidigungSwaffe, die aus seidenen und mit Baumwollegesteppten und dadurch für Säbelhiebe undurchdringlichenKleidern bestand; diese Truppen gingen dem Prinzen alsLeibwache voran, denn Tippu hat erst später sein berühmtesTigerregimcnt gebildet, welches nach europäischer Weise dis-ciplinirt und bewaffnet war.

Unmittelbar vor dem Fürsten ritt auf einem kleinen Ste-phanien ein finsterblickender Mann mit harten Zügen, seinemAmte nach der Vertheiler von Almosen, die er wie ein Re-genschauer in kleiner Kupfermünze unter die Fakirs und Bett-ler warf, deren Gedränge, um die Gaben aufzunehmen, denBetrag derselben zu steigern schien; der grimmig aussehendeVertheiler mahomedanischer Barmherzigkeit schien ebenso wiesein Elephant, welcher mit aufwärts gewundenem Rüssel undbeinahe zornigen Augen vorwärts marschirte, zugleich auchbereit, zur Züchtigung derjenigen, bei welchen die Armuth zugroße Zudringlichkeit hervorries.

Tippu selbst erschien in reichem Schmuck auf einem Ele-phanten, welcher sein Haupt über alle anderen in der Pro-zession erhebend, seiner überlegenen Würde mit Stolz sichbewußt zu sein schien. Die Haudah oder Sänfte des FürstenDas gefährl. Schloß u. and- Erzähl. 54