Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
844
Einzelbild herunterladen
 

844

schloß, sich deßhalb durch Anzeichen leiten zu lassen, welchedie Erfüllung des von ihm empfangenen Versprechens bestä-tigen oder ihm den Glauben daran benehmen würden. Alser im Khan ankam, fand er den Wakiel der britlischen Regie-rung sehr beschäftigt; er traf Vorbereitungen, um den vomDivan oder Schatzmeister des Nawob überbrachten Befehlenzu folgen, welche ihm vorschrieben, am nächsten Morgen mitTagesanbruch nach Bangalore aufzubrechen.

Er sprach großen Aerger über den Befehl aus; als Hart-lcy seine Absicht, ihn zu begleiten, erklärte, schien er denselbenfür einen Narren zu halten, und gab ihm einen Wink überdie Wahrscheinlichkeit, daß Hpder sich Beide vermittelst derFreibeuter vom Halse schaffen wolle, deren Gebiet sie miteiner schwachen Escorte durchreisen mußten. Diese Besorgnißwich einer zweiten, als die Zeit der Abreise kam; in demAugenblick nämlich sprengten 2vo Mann von der Reiterei desNawob herbei. Der Sirdar, welcher die eingeborenen Trup-pen kommandirte, benahm sich höflich und erklärte, er habeBefehl erhalten, die Reisenden zu geleiten und für ihreSicherheit und Bequemlichkeit auf der Reise Sorge zu tra-gen; sein Benehmen mar jedoch gemessen und zurückhaltend,und der Wakiel behauptete, diese Truppen seien eher dazubestimmt, ihre Flucht zu verhindern, als für ihren Schutz zusorgen. Unter solchen unangenehmen Aussichten wurde dieReise zwischen Seringapatam und Bangalore in zwei Tagenund dem Theile eines dritten zurückgelcgt, während die Ent-fernung beinahe so engl. Meilen betrug.

Als sie vor dieser schönen und volkreichen Stadt anlang-tcn, fanden sie ein schon aufgcschlagenes Lager ungefähr inder Entfernung einer Meile von den Wällen. Es befand sichauf der Spitze eines mit Bäumen bedeckten Hügels, und bot